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Oldtimer Rallye in der Abteigaststätte

Alte Autos faszinieren, ziehen unsere Blicke auf sich, lassen uns aufstehen und hingehen,… und so ging es uns auch heute, als die Oldtimer Rallye ADAC ZURICH Westfalen Klassik bei uns auf dem Klosterberg Halt machte, um sich in unserer Abteigaststätte zu stärken.

Ein paar Bilder können das Ereignis sicherlich einfangen, oder?

Interview mit Jonas Busch, Mitarbeiter in der Verwaltung

Jonas Busch, AbteiWaren Königsmünster

In jedem Betrieb gibt es Gesichter, die jeder und jede kennt, die oft in Zeitungen erscheinen, die verkaufen, präsentieren, darstellen, vertreten und so einfach viel stärker als andere im Fokus der Öffentlichkeit stehen. In meiner Interviewreihe möchte ich auch diejenigen vorstellen, die zwar nach außen wenig in Erscheinung treten, aber für den inneren Ablauf von großer Bedeutung sind. 

So stelle ich heute Jonas Busch vor, der im Lohnbüro der AbteiWaren arbeitet und von daher für unsere Mitarbeitenden eine sehr große Bedeutung hat. Mit ihm sprach ich über seine Arbeit, über die AbteiWaren im ganzen und über das, was das Leben lebenswert macht. Sein Lieblingsprodukt hatte er auch dabei - eine sehr schöne Idee!

Spülkraft in Voll- oder Teilzeit (m/w/d) gesucht

Spülkraft in Voll- oder Teilzeit (m/w/d)
ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt

Unsere Lebensmittelmanufaktur versorgt die Mönche, die Schüler und die Gäste der Abtei mit allem Lebensnotwendigen. Außerdem werden in der Metzgerei, der Konditorei, der Bäckerei und der Küche Waren für unsere Läden produziert.

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine Spülkraft mit Erfahrung in der Gastronomie/Großküche. Es erwartet Sie neben einer modernen Spülküche mit guter technischer Ausstattung, tarifliche Bezahlung nach DEHOGA und verschiedene Vergünstigungen wie Mitarbeiterrabatte und die Förderung von betrieblicher Altersvorsorge. Ein selbstständiger und sicherer Umgang mit den Gerätschaften ist notwendig, Deutschkenntnisse sind zwingend erforderlich. Die Arbeitszeiten können je nach Belegung der Gästehäuser bzw. nach Schul- und Ferienzeiten variieren.

AbteiWaren Königsmünster GmbH
Kaufmännische Verwaltung/Personalwesen
Herr Jonas Busch
Klosterberg 11
59872 Meschede
0291-2995-105

Urlaub in der Region

Abtei Königsmünster Sauerland

Das Land der Tausend Berge, so wird das Sauerland gerne benannt. Und ganz ehrlich: An einem schönen Sommertag eine kleine Wanderung, im Herbst den Blick auf die sich verfärbenden Wälder und im Winter durch den Schnee zu stapfen: Das ist Sauerland, wie wir es lieben und schätzen. Und so kommen viele Touristen zu uns und wünschen sich eine entspannte Zeit - natürlich mit gutem Essen und dem einen oder anderen Impuls.
Und dass ein Besuch in der Abtei Königsmünster während Ihres Aufenthaltes im Sauerland absolut lohnenswert ist, muss ich Ihnen sicherlich nicht sagen. Nun ich habe mal überlegt, was Sie alles von der Abtei Königsmünster aus tun können, wenn Sie einen Urlaubstag bei uns verbringen.
Eins sei schon einmal garantiert: Für Essen und Trinken wird gesorgt sein. Das Team unserer Abteigaststätte wird Sie verwöhnen. Aber natürlich soll der Tag nicht nur aus Nudeln und Torten bestehen.
Daher hier eine Liste an Möglichkeiten, was Sie tun können. Bei manchen Ideen benötigt man ein Auto, andere Vorschläge sind zu Fuß erreichbar. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie ihren eigenen Urlaubstag in und um die Abtei Königsmünster.

Kohlwedertal Meschede

Spaziergang durch das Kohlweder Tal

Wenn Sie einfach ein wenig alleine sein wollen oder die Ruhe der Landschaft und des Waldes genießen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Kohlweder Tal. Sie fahren den Klosterberg herunter auf die B 55 Richtung Warstein, biegen dann gleich rechts in den Schwarzen Bruch ein und fahren diese Straße bis zum Ende. Dort überqueren Sie die Querstraße und fahren in eine kleinen Weg hinein. Stellen Sie hier das Auto ab und nehmen entweder die linke oder rechte Richtung des Weges. Ein Spaziergang wird nicht mehr als eine Stunde brauchen und sonderlich anstrengend ist er auch nicht. Aber sie werden diesen schönen und vielen Touristen unbekannten Weg zu schätzen wissen. Vorbei an Kühen und einem kleinen See, durch Wiesen und dann zurück zu Ihrem Ausgangsort. Einfach verschnaufen, einfach langsam gehen und entspannen. Das ist für mich das Kohlweder Tal - übrigens ein guter Ort für eine Jogging - oder Nordic-Walking-Runde.

Foto: Matthias Dröge

Klausenkapelle Meschede

Besuch der Klausenkapelle

Oberhalb von Meschede steht eine kleine Kapelle, die zu einer Klause gehört. Dort lebten also einmal Einsiedler, beteten hier und führten ein Leben in Stille und Kontemplation. Es ist ein Besuchsziel, das den besonderen Zauber eines solchen Ortes spüren lässt. Vor der Klause sind die Gräber der Gräfinnen und Grafen von Westfalen, denen auch Klause und Kapelle gehören.

Besuchen kann man die kleine Kapelle, die dem Heiligen Michael geweiht ist. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im Inneren der Kapelle finden Sie einen spätgotischen Schnitzaltar. Dieser stammt aus dem Kloster Galiläa, einem Ort innerhalb der Stadt Meschede. Von diesem ehemaligen Kloster steht leider nicht mehr viel. Nachdem das Kloster aufgelöst wurde, hat man den Altar in die Klausenkapelle gebracht.
Diese Kapelle atmet wirklich eine besondere Atmosphäre. Fast ist es ein wenig erdig, etwas dunkel, eng und doch verzaubert diese kleine Kirche viele Menschen. Man spürt: Hier haben viele Menschen gebetet. Vielleicht ein schöner Ort, zu sich zu finden und sich zu besinnen.
Sie erreichen diese Klause am besten zu Fuß. Gehen Sie durch die Fußgängerzone der Stadt. An der St. Walburga-Kirche gehen Sie rechts, überqueren die Bundesstraße und gehen den leider etwas steilen weg (wir sind nun mal im Sauerland!!!!) nach oben. Folgen Sie diesem Weg, er führt Sie direkt zur Klause.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Folgen Sie dem Pilgerweg

Pilgern ist ein zutiefst christliches Unterfangen. Man macht sich auf den Weg, teilweise im Schweigen, teilweise spricht man miteinander. Aber es ist nicht irgend eine Wanderung. Hier geht es um Geistliches. 

Letztlich geht es bei jeder Pilgerreise darum, sich mit jedem Schritt Gott und sich selber zu nähern. Manche beten auf diesem Weg, manche gehen ihn ganz alleine und wieder andere gehen ihn zusammen mit Freunden oder sogar völlig Unbekannten. Vielleicht wäre das eine schöne Idee und ein besonderer Moment Ihres Urlaubstages in der Abtei Königsmünster: Sich auf den Weg zu machen und das eigene Leben zu bedenken.

Dafür gibt es seit einigen Jahren einen eigenen Pilgerweg von der Abtei in Meschede zu den Ordensschwestern in Bestwig (Ortsteil von Meschede). Die Länge des Weges beträgt gut 15 km. Im Abteiladen können Sie ein Begleitheft erwerben, das Ihnen helfen kann, diesen Weg besser für sich zu verstehen und zu nutzen. Versorgen Sie sich dort auch noch mit etwas Proviant - es soll ja keine Fastentour werden, oder etwa doch? - und schon kann es losgehen. Mehr Infos dazu finden Sie hier:

Rauf auf den Lörmecke-Turm

Sie wollen gerne hoch hinaus und suchen den weiten Blick? Dann ist der Lörmecke Turm genau richtig für Sie. Er wurde im Jahre 2008 eingeweiht und liegt am Lörmecke-Wasserwerk, das seit 1936 Trinkwasser aus dem Grundwasser gewinnt.

Wenn Sie den Turm bestiegen haben, stehen Sie 35 Meter über dem Boden und können bei gutem Wetter einen weiten und guten Blick bis tief ins Sauerland hinein genießen. 

Manchmal ist unser Alltag von Enge geprägt, dann kann ein weiter Blick, wie hier, eine wahre Wohltat sein, an die man sich auch dann erinnert, wenn der Urlaub vorbei ist.

Fahren Sie die B55 Richtung Warstein - zwischen Meschede und Warstein steht der Turm, der auch an der Bundesstraße gut ausgeschildert ist.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Besuch beim Adel: Das Wasserschloss Laer

Es ist der vielleicht romantischste Ort Meschedes, das Schloss der Grafen von Westfalen. Und es ist nicht irgendein Schloss, das man besichtigen kann. Es ist weiterhin von dem Adelsgeschlecht bewohnt und daher können Sie nicht in das Innere des Schlosses. Sehr wohl aber dürfen Sie unter Achtung der Privatsphäre der Bewohner den Park besuchen und sich von der märchenhaften Romantik verzaubern lassen. Auch ein kleiner Abstecher in die Schlosskapelle lohnt sich, wenn sie geöffnet ist.

Mit dem Auto fahren Sie Richtung Arnsberg über die Bundesstraße und fahren dann Richtung Ortsteil Laer. Sie kommen direkt an dem Schloss vorbei.

Wenn Sie die Klausenkapelle besuchen (s.o.), können Sie den Kreuzweg, der dort beginnt, entlang gehen und kommen auch so zum Schloss.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Ab in die City: Meschede 

Wer Meschede noch aus der Zeit der 80er und 90er Jahre kennt, wird diese Stadt nicht wiedererkennen. Sie hat sich völlig gewandelt. Die Henne ist wieder renaturiert und offengelegt worden. So entstand ein sehr attraktiver Ortskern. Gehen Sie einfach mal von der Abtei aus die Stadttreppe, die sie zwischen Oase und Haus der Stille finden, herunter, überqueren Sie die Bundesstraße, gehen weiter gerade aus, unterqueren die Bahnstrecke und gehen weiter links/gerade aus und landen so direkt in der Fußgängerzone. Ein Besuch der St. Walburga-Kirche lohnt sich, oder ein Spaziergang an der Ruhr entlang.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Nichts für müde Beine: Die Himmelstreppe

333 Stufen und 55 Höhenmeter führen von der Stadt Meschede zur Ruhrtalsperre des Hennesees. Diese Treppe wurde im Jahre 2014 eingeweiht und soll Hennesee und Stadt verbinden. Gerade abends lohnt sich ein Aufstieg, da durch eine geschickte Beleuchtung eine schöne Atmosphäre entsteht. Oben angekommen, können Sie ein wenig auf dem Staudamm spazieren gehen und natürlich auch einen anderen Weg zurück in die Stadt nehmen, falls Sie die Treppen nicht nochmals gehen möchten. Aber glauben Sie mir, diese Treppe lohnt sich zu ersteigen.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Ahoi! Schifffahrt

Und wenn Sie schon mal am Hennesee sind, dann machen Sie doch gleich eine Schifffahrt mit. Nicht nur für Kinder ist das ein Erlebnis. Sie haben einmalige Blicke in die schöne Sauerländer Landschaft und können die Stille und Ruhe genießen. Gerade an sehr warmen Tagen oder wenn das Wetter einmal nicht so mitspielt, ist eine Schifffahrt eine gute Möglichkeit, Ihren Urlaubstag in und um die Abtei Königsmünster zu gestalten.

Foto: Stadtmarketing Meschede

Nun kann also nichts mehr schief gehen. Suchen Sie sich etwas aus - alles werden Sie an einem Tag ohnehin nicht schaffen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem Urlaubstag in der Abtei Königsmünster.

Und falls Sie ergänzende Tipps haben - schreiben Sie einen Kommentar oder eine Mail. Ich ergänze gerne unsere Tipps um Ihre Ideen und Erfahrungen.

Koch/Hauswirtschafter in Vollzeit (m/w/d) gesucht

Koch/Hauswirtschafter in Vollzeit (m/w/d)
ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt

Für unsere Küche suchen wir ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt einen Koch bzw. eine
Hauswirtschaftskraft mit Schwerpunkt Kochen. Die Küche im AbteiForum versorgt die
Mensa, die Gaststätte, die Gästehäuser und den Konvent mit Mahlzeiten und stellt
außerdem ein Sortiment an Waren für unsere Läden her. In der Regenerationsküche im
Klosteraltbau erhalten die Speisen ihren letzten Schliff für die Präsentation in Gästehäusern und Konvent. Durch die verschiedenen Bereiche erwartet Sie eine abwechslungsreiche und herausfordernde Aufgabe. Das Speiseangebot reicht von einfachen Gerichten der Schülerbeköstigung bis hin zu ausgefallenen Kreationen für Hochzeitsgesellschaften. Wir achten besonders auf frische, regionale und bodenständige Küche von hoher Qualität. Wir bieten Ihnen neben der spannenden Aufgabe ein angenehmes Arbeitsklima und tarifliche Bezahlung. Eine abgeschlossene Ausbildung ist zwingend erforderlich.

AbteiWaren Königsmünster GmbH
Kaufmännische Verwaltung/Personalwesen
Herr Jonas Busch
Klosterberg 11
59872 Meschede
0291-2995-105

Interview mit Ron Knape, Konditormeister unserer Konditorei

Ron Knape, Konditormeister

Fortbildung ist in allen Bereichen unserer Betriebe unerlässlich. Die Entwicklungen gehen oft so schnell, neue Verordnungen, Rezepte, Produkte und Verfahren. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, gehen unsere Mitarbeitenden immer wieder zu unterschiedlichen Workshops und Seminaren.

Im Interview mit Ron Knape, unserem Konditormeister, habe ich mit ihm über zwei Fortbildungen gesprochen.

Dabei ging es einmal um eine interne Veranstaltung für unsere Mitarbeitenden. Uns ist es ein Anliegen, dass die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, ein tieferes Verständnis vom Klosterleben bekommen. Dazu veranstalten wir regelmäßig Seminartage.
Außerdem besuchte Herr Knape ein Schokoladenseminar und brachte Neuigkeiten mit auf den Klosterberg, die Schokoladenfreunde gewiss in Verzückung bringen werden - es gibt bald etwas ganz Neues in der Schokoladenwelt, etwas, dass es bisher wirklich noch nicht gegeben hat!

Interview mit Anna Wagner, Abteiladen Kloster

Anna Wagner, Abteiladen Kloster

Es ist immer ein Vergnügen, neue Mitarbeiter/innen vorzustellen. Sie bringen neue Sichtweisen mit und neue Geschichten. Und so ist es besonders schön, heute unsere (relativ) neue Mitarbeiterin im Abteiladen Kloster vorzustellen und mit ihr zu sprechen.

Anna Wagner, Abteiladen Kloster

Frau Wagner arbeitet seit Herbst letzten Jahres bei uns, kennt aber den Abteiladen schon viel länger, denn sie war und ist auch Kundin bei uns. Daher weiß sie, was die Menschen, die zu uns kommen, an unserem Abteiladen so schätzen, was sie suchen und was man vielleicht auch besser machen kann.

Ich habe sie natürlich auch nach einem Lieblingsprodukt gefragt und ihre Wahl fiel auf ein Buch, ist natürlich im Abteiladen erhältlich, rechte Seite des Ladens, ganz hinten 😉  

7 Wege wertvoller zu leben aus der Klosterregel

Die Klosterregel ist über 1200 Jahre alt. Wir sprechen also über ein antikes Dokument, das für antike Menschen geschrieben ist. Nicht für Menschen mit Smartphone, Flugtaxis und der Erfahrung von Weltkriegen, Aufklärung und Postmoderne.
Und wenn wir die Benediktsregel zur Hand nehmen, dann fällt vielen schnell auf, wie weit die Regel von unserem Alltagsleben in der Moderne entfernt ist.
Nicht alles in der Benediktsregel ist heute noch lebbar und vieles ließe sich nur mühsam, wenn überhaupt, in ein modernes klösterliches Leben integrieren.
Und das gilt erst recht für ein Leben außerhalb des Klosters, das sich an der Klosterregel orientieren will.
Dennoch gibt es natürlich im zeitlich Bedingten das ewig Gültige, die Weisheit, die sich vermutlich nicht großartig wandeln wird.
Und da hat die Klosterregel tatsächlich einiges zu bieten, was unserem Leben ein Mehr an Wert geben kann.

Was bedeutet es, “wertvoll zu leben”?

Es bedeutet zunächst, bewusst zu leben - gewiss könnte man sagen: Eine Floskel. Es heißt nichts anderes als den gewöhnlichen Tag nicht zu verschlafen und am Abend noch zu wissen, was ich mittags gegessen habe.
Es heißt aber auch, sich zu entscheiden und Kriterien zu haben, wonach ich mich entscheide.
Die Klosterregel hat solche Kriterien für sich aufgestellt und anhand dessen versucht, ein Leben zu skizzieren.

Warum kann die Klosterregel für Menschen hilfreich sein, die nicht im Kloster leben?
Die Regel hat den Anspruch, über das klösterliche Leben hinaus ein christliches Leben konkret vorzuschlagen und zu entwickeln. Die Grundfragen sind dabei für alle gleich, die Antworten werden aber natürlich in mehr oder weniger größeren Nuancen unterschiedlich ausfallen.
Dennoch steht Benedikt in einer Weisheitstradition und begründet eine solche zugleich. Und diese Weisheit hat nun mal den Anspruch, allgemeingültig zu sein - wenn nicht gleich für alle, sodann zumindest für viele Menschen.

Ich habe einmal ein paar Aspekte der Regel herausgefiltert, bei denen ich den Eindruck habe, dass diese über die Zeiten gültige Antworten geben und möchte sie Ihnen hier darstellen. Vielleicht ist ja der ein oder andere Aspekt dabei, der auch Ihnen hilft, Ihr Leben noch wertvoller zu gestalten.

1. Verschaffen Sie sich einen gesunden Lebensrhythmus

Manchmal ist es ja ganz angenehm, in den Tag zu leben, zu tun, was einem gerade einfällt und sich einfach von der Zeit und dem eigenen Gespür treiben zu lassen. Doch auf Dauer merke ich immer wieder, wie wichtig es ist, eine gute Struktur im Tag zu haben. Eine Struktur, die mir nicht nur ermöglicht, meine Arbeit zu tun, sondern auch meine Zeit der Ruhe und Entspannung zu genießen. Es geht bei einem guten Rhythmus im Leben nicht nur um Optimierung, um besser und schneller arbeiten zu können. Es geht auch darum, wirkliche Zeiten zu haben, wo ich Kraft schöpfe und neue Energien sammle. Dazu gehört für mich eine Mittagspause, die auch wirklich so genannt werden kann. In Ruhe zu essen, etwas zu ruhen, aus der Anspannung der Arbeit mich selber zu entlassen und wieder in ein inneres Gleichgewicht zu finden. Dazu gehört auch das Wochenende und der Urlaub im Jahr. Zugleich zeigt ein guter Rhythmus auch die Grenzen der Arbeit auf, zeigt, wo Arbeit mit Recht und Fug stattfinden darf und wo Arbeit nichts zu suchen hat.
So gerne ich auch arbeite - es braucht Begrenzung.
Benedikt von Nursia hat seinen Mönchen einen sehr klaren Tagesablauf gegeben. Alles hat darin seine Zeit und seinen Raum. So war für alles gesorgt.

2. Bewahren Sie sich den Anfängergeist

Haben Sie schon einmal Yoga gemacht? Auf einem Bein stehen und die Hände waagrecht in der Luft halten? Man versucht es und fällt immer wieder um - gerade am Anfang. An dieser kleinen Übung merkt man, wie wichtig es ist, immer wieder neu in die gewünschte Haltung zurück zu finden, immer wieder neu zu üben.
Das ist der Anfängergeist, der gerade im Zen-Buddhismus eine große Bedeutung hat. Immer wieder neu in die eigene Haltung finden, immer wieder neu umfallen und immer wieder neu zurückfinden. Es liegt auf der Hand, dass diese Yoga-Übung ein Sinnbild für vieles im Leben ist, oder?
Wir haben alle hehre Pläne, Ziele und Werte und wir fallen alle immer wieder um. Man könnte nun sagen: Na, dann lassen wir es halt. Oder aber wir entfalten in uns den Anfängergeist, der stets von neuem beginnt.
Für Benedikt war es wichtig, den Brüdern immer wieder eine Chance zum Neubeginn zu geben, immer wieder eine neue Chance, an sich zu arbeiten.

3. Suchen Sie Zeiten der Stille und Sammlung

Stille und Sammlung sind extrem wichtige Elemente in einem Leben, das sich weiterentwickeln will. Stille ist die Zeit, wo sich Neues in uns entwickeln kann, die Zeit des Gebärens und des schöpferischen inneren Tuns. Wer sich den ganzen Tag zudröhnt, neue Informationen aufnimmt, Musik, Video, sich ein wenig im Internet verlieren, Freunde treffen, der kann sich darin verlieren, sich nicht mehr spüren und wahrnehmen, was wirklich wichtig ist.
Stille gibt Ihnen Zeit, nachzuspüren, was Sie jetzt möchten, wie es jetzt um Sie steht, was jetzt dran ist. 
Benedikt hat ein eigenes Kapitel zur Sammlung verfasst. Für ihn war klar, dass im ganzen Kloster Stille herrscht, damit die Brüder dieses Gespür für Leben entwickeln und bewahren.

4. Lesen Sie ein Buch

Klosterbibliotheken sind sprichwörtlich, sind eine Legende, sind immer eine Möglichkeit für ein beeindruckendes Bild, für einen Bildband, für ein Staunen und Beeindrucktsein.
Dass die Benediktiner so viel Liebe in die Gestaltung der Bibliotheken gegeben haben, lag nicht nur am damaligen Reichtum mancher Klöster, sondern auch daran, dass sie wahre Lesemeister waren. 
Lesen ist die Möglichkeit, an der Weisheit und den Einsichten anderer Menschen teilzuhaben. Wenn Sie Ihr Leben wertvoller leben wollen, dann brauchen Sie gute Impulse. Natürlich kann das heute auch etwas anderes als ein gedrucktes Buch sein. Ein gutes YouTube Video, ein wirklich inspirierender Podcast können da einen wirklichen adäquaten Ersatz darstellen.
In seiner Regel verpflichtet Benedikt seine Mönche zum Lesen. Es gehört für ihn zur täglichen Übung dazu. Und damit auch des Lesens Unkundige von den Büchern etwas haben, bestimmt er, dass zu den Mahlzeiten etwas vorgelesen wird (sozusagen eine Vorform des Hörbuchs).

5. Geben Sie allem einen Ort

Für alles einen Ort haben ist nicht nur ein bewährtes Ordnungsprinzip, sondern auch eine Hilfe, um unser jeweiliges Tun zu stärken. Wer für die tägliche Meditation stets den gleichen Platz in der Wohnung nutzt, der wird die eigene Meditation stärken. Es ist auf alle Fälle anders, sich täglich neu eine Ecke zu suchen, mal hier und mal dahin zu gehen. Der eigene Geist gewöhnt sich gerne an immer gleiche Rituale und Plätze und bringt uns sodann in die geeignete Stimmung.
Am Esstisch die Mahlzeiten einzunehmen, am Schreibtisch zu arbeiten und im Sessel zu entspannen. Man muss es ja nicht übertreiben, Variation tut einem Leben ebenso gut. Und doch kann ein solches Vorgehen dem Tun dienlich sein.
In der Klosterregel beschreibt Benedikt genau, wo was stattfindet und legt großen Wert auf eine solche Struktur. Sie soll den Geist der Mönche klären und stärken.

6. Machen Sie so viel wie möglich selber

Wir sind es gewohnt, alles zu kaufen, was wir brauchen. Egal was es ist, wir verlernen mit jeder Generation Kenntnisse über viele Fertigkeiten, die noch wenige Jahrzehnte vor uns für das alltägliche Leben grundlegend waren. Zum Glück merken wir, wie wichtig es ist, wieder mehr selber herzustellen - gerade im Zuge eines nachhaltigen Lebens. Selbst Waschmittel, Duschgel und vieles andere lässt sich ohne Mühe selber herstellen. Warum nicht einfach mal wieder selber Hand anlegen und einen Versuch starten. Wir bekommen dadurch eine neue Beziehung zum Leben und es fördert unsere Selbständigkeit. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, für sich selber sorgen zu können. Im Kloster Benedikts sollte möglichst alles im Kloster selber vorhanden sein, so dass die Brüder sich selber versorgen konnten. Gerade wenn man damals ohnehin gewohnt war, alles selber herzustellen, ist es doch erstaunlich, dass Benedikt darauf besonders hinweist.

7. Leben Sie aus einer spirituellen Bezogenheit heraus

Nun, dieser Aspekt gehört eigentlich an den Anfang, aber irgendwie zielt auch alles darauf hin, deshalb habe ich ihn dann doch ans Ende gesetzt. Wer den Bezug zu Gott, zum Lebensgrund, zu dem, was Leben im Tiefsten ist, verliert, entfernt sich auch von der Fülle des Lebens. Und wer die Fülle des Lebens nicht spürt und in sich aufnimmt, der wird sie sich durch anderes herstellen müssen. Etwas anderes, dass diesen Hunger nie wird füllen können. Sich als ein spiritueller Mensch zu begreifen und sein Leben danach zu gestalten, ist ein wichtiger Aspekt für ein wertvolles Leben. Wir sind göttlichen Ursprungs, Kinder Gottes und unser wirklicher Wert entspringt nach christlicher Vorstellung diesem Ursprung. Gibt es ein Verstehen des Menschen, das darüber hinaus ragt, das dem Menschen einen größeren Wert und eine größere Würde gibt?
Die ganze Regel Benedikts ist ein Ausdruck dafür, ja, ist dafür geschrieben, mit dieser Quelle des Lebens verbunden zu sein und zu bleiben. Diese Verbundenheit kann und will uns ganz erfüllen. 

Übrigens, ehe ich es vergesse, natürlich hat Benedikt auch etwas zur Arbeit im Kloster gesagt. Er war der erste der alten Väter klösterlichen Lebens, der Arbeit eine positive Konnotation gegeben hat, der es Wert schätzte, wenn die Mönche arbeiteten.
Diese Wertschätzung hat viele Generationen von Mönchen dazu bewogen, das Land zu kultivieren, Handwerke auszuüben und darin nicht einen Gegensatz zum Gottesdienst zu sehen, sondern einen weiteren Ausdruck der Liturgie und der Feier des Glaubens.
Und darauf gründet sich auch unser Tun auf dem Klosterberg in Meschede und in den Werkstätten der Abteiwaren.

Haben Sie noch Vorschläge?
Was würden Sie noch ergänzen wollen?

Interview mit Joshua Schirmer, Azubi unserer Schmiede

Joshua Schirmer, Azubi Schmiede

In unserer ersten Podcast-Episode habe ich einen unserer jüngsten Mitarbeiter interviewt. Joshua Schirmer ist im dritten Lehrjahr und hat seinen ganz eigenen Weg zurückgelegt, um schließlich Schmied werden zu wollen.
Außerdem verrät uns Herr Schirmer, was es für ihn bedeutet, wertvoll zu leben. Und auch ein Lieblingsprodukt hat er mitgebracht und zeigt es uns. ist. Und wen wundert es: Es ist etwas aus der schmiede.